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Ja, Münster darf sich seit Oktober 2004 so nennen. Die Westfalenmetropole hat in allen fünf Kategorien des LivCom-Wettbewerbs die Höchstpunktezahl gewonnen und Städte wie Seattle/USA, Okayama/Japan, Changshu/China, Posen/Polen und Coventry/Großbritannien hinter sich gelassen.
Aber wichtiger ist, dass Einwohner, Studenten und Gäste Münster als eine Stadt in der man sich wohlfühlt, beschreiben. In der Stadt an der Aa ist man von einer harmonischen Mischung aus natürlich entstandener und durch den Menschen geschaffener Schönheit umgeben. Man weiß hier die natürlichen Gegebenheiten zu schätzen, zu entwickeln und zu Gutem zu nutzen. So ist Münster als "Grüne Stadt", in der man naturgebunden lebt und denkt, anerkannt worden. Und es hat sich auch den Namen "Fahrrad-Hauptstadt Deutschlands" verdient, denn hier wird lieber Fahrrad statt Auto gefahren. Münster ist ein richtiges Paradies für Radfahrer: Mehr als 1/3 aller Wege in der Stadt werden mit dem Fahrrad bewältigt. Und die Radstation am Hauptbahnhof, mit Platz für mehr als 3.300 Fahrräder, sorgt dafür, dass jeder mobil bleibt und die Stadt leicht und bequem kennen und lieben lernt
Das sind nur einige der Angebote, die Münster für Fahrradfreunde zur Verfügung stellt. Rund 4.500 Kilometer ausgeschilderter Radwege führen Sie von der Innenstadt aus durch die herrliche, meist flache Parklandschaft des Münsterlandes. Sie können einfach drauf losradeln oder sich von einer der vielen Themenrouten leiten lassen
Es stimmt, man kann sich wirklich wohlfühlen in Münster. Sogar dann, wenn man nicht so sehr aufs Radfahren steht. Auch zu Fuß kann man die Stadt richtig erleben: Die restaurierte Altstadt lässt Sie in die jahrhundertealte Geschichte des Ortes hineingehen und eine unbekannte Welt erkunden. Dabei ist der Prinzipalmarkt, der mit seinen 22.500 qm komplett unter Denkmalschutz steht, ein guter Ausgangspunkt in die vergangenen Zeiten. Der Platz mit den charakteristischen Giebelhäusern und Bogengängen ist das traditionsreichste wirtschaftliche und politische Zentrum Münsters. Hier befindet sich das historische Rathaus mit dem Friedenssaal, wo 1648 der Westfälische Frieden und damit das Ende des 30-jährigen Krieges unterzeichnet wurde; sowie die St. Lambert Kirche, die heute noch die höchste Dienststube der Stadt beherbergt. Jede Nacht (außer Dienstags) kann man zwischen 21 und 24 Uhr den Kupferhorn des Türmers hören und sich sicher sein - die Stadt ist gut bewacht. Die Verehrer von Goethe und Schiller sollten sich übrigens die Heiligenfiguren über dem geschlossenen Hauptportal von St. Lamberti vom Prinzipalmarkt aus einmal ganz genau ansehen!
Nicht weit entfernt ist der St. Paulus-Dom zu Münster (13.Jh.), ein herausragendes Baudenkmal des Mittelalters und eine der bedeutendsten Kirchen Westfalens. Die Kathedralkirche des Bistums Münster besticht nicht nur durch Architektur, sondern auch durch die abbildenden Künste, die hier im Dienste der Liturgie standen und immer noch stehen. Vielleicht haben Sie Glück und schaffen es zum festlichen Glockenspiel aller 10 Domglocken (vor jedem hohen Festtag, zu Neujahr, zum "Te Deum", beim Auszug des Bischofs). Interessant ist auch die astronomische Uhr, deren Kalender bis 2071 reicht. Jeden Tag zur Mittagszeit (12 Uhr, sonntags 12:30 Uhr) kann man das Glockenspiel und den Umgang der heiligen 3 Könige erleben.
Übrigens findet mittwochs und samstags im Schatten des Domes ein großer Wochenmarkt statt - mit typisch westfälischen Gerichten, Köstlichkeiten aus aller Welt und Marktleuten, die gerne mal ein Schwätzchen halten. Stärken Sie sich mit einem heißen Backfisch oder genießen Sie das bunte Treiben bei einem großen Milchkaffee. Der Marktbesuch gehört zum Pflichtprogramm der Münsteraner und es sollte auch für Sie so sein. Um das Marktangebot voll zu erproben, besorgen Sie sich im Voraus das Gutschein-Buch zum Thema Wochenmarkt (im Handel erhältlich) mit vielen Vergünstigungen - Rabatte, 2 für 1 Angebote usw.
Der „vicus salis“ - der älteste Handelsweg Münsters ist auch heute eine bedeutende Einkaufsstraße mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen Handel und Gastronomie. Die mit Messing umringten Pflastersteine mit Namen bedeutender Hansestädte sprechen von der Bedeutung Münsters als Hansestadt.
Das Schloss Münster, das heute zum Haus der Wissenschaft umgewandelt ist, darf bei einer Besichtigung Münsters natürlich nicht fehlen. Das 91m lange Gebäude am Rande der Innenstadt ist 1806 vom letzten deutschen Architekten des Barocks Johann Conrad Schlaun, dessen Baustil als "Westfälische Sinfonie" bezeichnet wird, errichtet.
Besuchenswert ist auch der Botanische Garten, der vor 200 Jahren im Schlossgarten gebaut wurde und neben der wissenschaftlichen Bedeutung eine richtige Oase der Ruhe und Erholung ist. In 23 Themengärten, darunter Tast- und Duftgarten, werden hier 8.000 Pflanzenarten untergebracht. Während der verschiedenen Führungen, kann man Wissenswertes über die Pflanzenwelt erfahren. Im Sommer hat sich hier eine Kunstszene etabliert.
Man kann Münster und seine Schätze einfach nicht beschreiben. Am besten wäre es, sie zu sehen und an Ort und Stelle zu erleben. Denken Sie daran, einige Stunden am Aasee zu planen und sich bei den vielen Freizeitmöglichkeiten am und um Wasser zu amüsieren; den Allwetterzoo zu besuchen und Tiere hautnah zu erleben; sich an einer Themenführung (ArchitekTour; Müsteraner KrimiTour; Münsters Merkwürdigkeiten; Strangers in the Night) zu beteiligen oder bei einer der vielen erlebnisreichen Veranstaltungen (darunter die Kirmes, die Münster Märkte, das Musica Sacra Festival, der Shakespeares Sommernachtstraum unter freiem Himmel u.v.m.) mitzumachen oder Gast zu sein. Sie können aber auch einfach ausgehen und es sich in Münster gut gehen lassen.
Unser Erlebnistipp:
GOP Varieté Theater + Hotel und je nach Wunsch Bahnan-/-abreise
Erleben Sie spektakuläre Varieté-Shows mit hochkarätigen Artisten, Comedians und Entertainern aus der ganzen Welt. Die zweimonatlich wechselnden Shows interpretieren Varietékunst immer wieder neu und begeistern mit innovativen Darbietungen auf höchstem Niveau.